Worldwide HOOD

The Rebels Love Us You Killed Me First

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Laura Haberkorn und Manuel Platzer präsentieren mit ihrem Label The Rebels Love Us ihre aktuelle Kollektion “You Killed Me First” erstmals beim Take Festival 2017. Dabei geht es um Dämonen, Mythen und Geschichten inspiriert von der traditionellen japanischen Kultur im Vergleich zur Moderne. Ein Clash der Kulturen, der Emotionen und ein moderner HOOD-Gedanke, der die ganze Welt als Micro-HOODs sieht.

Woher kam die Inspiration für euer Projekt?

Manuel: Als Inspiration dienen Geister und Dämonen (Oni) aus der japanischen Mythologie. In Asien sind viele Dinge, die bei uns negativ sind positiv besetzt und umgekehrt. Deswegen auch der Clash.

Laura: Bei unseren letzten Kollektionen “Romantic Outsiders” und “Sensitive Raw” war das auch der Fall. Wir verflechten immer diese Gegenpole. Durch diese unterschiedlichen Emotionen bei “You Killed Me First” ist es etwas komplexer geworden und suggeriert ein Paradoxon an sich.

Woher kommt eure Faszination für die japanische Götterwelt?

Manuel: Besonders fasziniert hat uns die Sage der berühmten “Hannya”, die sich in eine eifersüchtige und rachsüchtige Dämonin verwandelt. Sie steht für die nicht nur positiven sondern auch negativen Emotionen, die der Mensch fühlt. Die Maske transportiert je nach Blickwinkel emotionale Darstellungen von furchterregend dämonisch bis traurig.

Laura: Inspiriert hat uns dabei die Gefühlswelt der ganz extremen Emotionen, die im Grunde immer mit der Liebe verbunden sind.

Manuel: Hier kommen auch wieder die Gegenpole ins Spiel. Liebe und Hass beeinflussen ähnliche Gehirnregionen.

Wie kann man sich die Zurschaustellung eurer Dämonen am Take vorstellen?

Manuel: Zu viel wollen wir noch nicht verraten.

Laura: Aber zusammenfassend kann man sagen: “laut und verrucht”.

Mit eurem HOOD.studio seid ihr ja auch als Creative Studio tätig – was ist der Kern eurer Arbeit?

Manuel: Das Creative Studio ist nur ein Teil unseres Gesamtkonzepts. Der Kern ist das HOOD.studio. Bei uns dreht sich alles um die HOOD, weil unsere ganze Inspiration aus der HOOD kommt. Hip Hop, Tattoo Art, Street Art, Street Culture… Darum treffen wir uns gern hier im WIRR am Yppenplatz, in unserer HOOD, wo ein Großteil unserer Meetings und Creative Sessions stattfinden. Daraus hat sich unser HOOD.network entwickelt – unsere Crew. HOOD hat uns so gut gefallen, weil es eben diesen “Neighbourhood” Gedanken beinhaltet, dass man sich untereinander hilft und dieser Konkurrenzgedanke dabei wegfällt. HOOD ist in unserem Sinn aber nicht auf eine geografische Location beschränkt, sondern geht weiter über Landesgrenzen hinaus, so sind wir international tätig.

 

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Manuel Platzer, Laura Haberkorn © The Rebels Love Us

Was versteht ihr unter dem Rebel-Prinzip?

Laura: Das Prinzip unserer Arbeit ist, dass wir alles selber machen. Wir haben zum Beispiel auch keine Models für unsere Kollektionen, sondern stehen selber vor und hinter der Kamera, kümmern uns selbst um die Produktion der Kleidung und das Design.

Manuel: Da stützen wir uns auf die Grundzüge der Punk-Kultur. In der früheren Punk-Bewegung haben die Musiker auch alles selber gemacht, von den Flyern bis zur CD-Distribution und Kleidung. Dieser DIY-Gedanke und eine rauere und ehrliche Arbeitsweise sagen uns sehr zu. Wir wollen immer selbst die Kontrolle über alles haben.

Laura: Das Wichtigste ist, dass alles real ist. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Auch wenn nicht alles perfekt ist, wir stehen dahinter und es ist immer real. Wenn wir eine Idee haben, wird diese so schnell wie möglich umgesetzt – deswegen entsprechen wir immer dem Zeitgeist und berühren die Menschen.

Manuel: Ausnahme sind dann die Leute, die uns mit Sachen ausstatten, die wir selber nicht produzieren können, so wie Schuhe zum Beispiel. Obwohl wir das ja auch teilweise selbst machen. Aktuell kooperieren wir mit Andy Wolf Eyewear und Vans, da deren Vision perfekt mit unseren Gedanken zusammenpielt.

 

 

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© The Rebels Love Us

Neben dem freien Ansatz aus der Punkszene gibt es in eurer Merch-Mode ja auch Einflüsse aus dem Trip Hop, Hip Hop und Metal. Gibt es jemanden, den ihr gerne einkleiden würdet?

Manuel: Joey Bada$$.

Laura: Ja, Joey Bada$$ würde unsere Vision sehr gut transportieren!

Kristina Königseder
kristina.koenigseder@hotmail.com

* studied international business administration in Vienna & Paris
* currently doing her masters degree in arts- & cultural management
* previous work experience in marketing/ PR/ event management/ editorial work
* fashion/art/ photography lover